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PRÄVENTION
Veröffentlicht am 31.07.2014

Projekttage zu Ess-Störungen


Ess-Störungen beginnen im Kopf! Zu diesem Thema fanden am 02. und 04.07.2014 im Gymnasium Hilpoltstein zwei Projekttage für alle Schüler und Schülerinnen der 8.Klassen statt. Neben den beiden Workshops „gesunde Ernährung“ und „Selbstwahrnehmung - Fremdwahrnehmung“ unter der Leitung von Deutsch- und Sportlehrerin Ingrid Häupler und einem engagierten Lehrerteam des Gymnasiums Hilpoltstein, bot der Kreisjugendring Roth gemeinsam mit der staatlichen Schulpsychologin Frau Stadler-Eggel den Workshop „Essstörungen und Schönheitsideale“ an.

Beim Einstieg ins Thema mittels einer PowerPoint Präsentation wurden die von den Medien vermittelten Bilder und Schönheitsideale hinterfragt. Ess-Störungen sind psychosomatische Erkrankungen, das heißt, seelische und psychische Probleme oder Konflikte werden auf der körperlichen Ebene versucht, zu lösen. Ess-Störungen sind keine Seltenheit - blickt man auf die Ergebnisse des Kinder- und Jugendgesundheitssurvey (KiGGS) zeigen mehr als ein Fünftel (21,9%) der Kinder und Jugendlichen in Deutschland im Alter von 11 bis 17 Jahren Symptome einer Essstörung; davon wird bei 28,9% der Mädchen, aber auch bei 15,2% der Jungen eine Essstörung vermutet. Genaue Zahlen sind kaum zu gewinnen, da die Erkrankten ihre Sucht in der Regel geheim halten und auch vor sich selbst verleugnen.

Nach dem Vortrag beschäftigte sich eine Hälfte der Klasse mit häufig gestellten Fragen im Bereich der Ess-Störungen. Was ist der Unterschied zwischen Magersucht und Bulimie? Was ist eigentlich „Schönheit“ und empfindet hier jeder gleich? Wie kann eine Ess-Störung eigentlich entstehen? Und wie kann ich meinem Freund/meiner Freundin in so einem Fall helfen, geht das überhaupt? Auch Themen wie Freundschaft, Mobbing und Ausgrenzung wurden diskutiert.

Die zweite Gruppe hielt derweil eigene Gedanken zum Thema in Form von aussagekräftigen Plakaten fest. Zuerst einigte sich die Kleingruppe auf die Zielsetzung des Plakates, von der Anregung zum Nachdenken, Provokation,  sachlicher Information bis hin zum Aufzeigen von Hilfsangeboten für Betroffene, die Ideen waren kreativ und vielfältig. Die fotografische Umsetzung wurde am PC mit Hilfe eines Bearbeitungsprogrammes mit Gedanken, Sprechblasen, Überschriften versehen, farbig inszeniert und am Ende der Einheit dem Plenum vorgestellt und diskutiert.

Das Informationsblatt „Zu dick, zu dünn – oder doch gerade richtig?!“ vom KJR wurde an jeden Schüler ausgehändigt. Auf der Homepage des KJR kann der Flyer im PDF-Format heruntergeladen werden (www.kjr-roth.de).

Einige Beispiele:

Ess-St._2014_Gefangen_im_Maßband   Ess-Stö._2014_Stop...

    Ess-St._2014_Wahre...    Ess-Stö_2014_Still...



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