JUGEND-/MITARBEITERBILDUNG
Veröffentlicht am 27.07.2020

KJR-Juleica-Seminar 2020


„Das ist ja alles schwieriger als ich gedacht habe.“

Diese Aussage ist öfter von den Teilnehmer*innen zu Beginn der Jugendleiter-Schulung zu hören.

Dieses Jahr hat der Kreisjugendring Roth, trotz der schwierigen Umstände, wieder eine Juleica – Schulung für angehende Jugendleiter*innen durchgeführt, die allerdings etwas anders verlaufen ist als die bisherigen. Erstmals wurde die Ausbildung in einer Kombination aus Online- und Präsenzeinheiten angeboten.

Die ersten vier Termine fanden online vom 24. Juni bis zum 15. Juli immer mittwochs von 19 bis 21 Uhr statt. Vor jeder Sitzung wurden den insgesamt elf Teilnehmer*innen Aufgaben zur eigenständigen Vorbereitung geschickt, die dann in einer Video-Konferenz besprochen wurden. Die Präsenzzeit wurde so am Ende des Seminars auf zwei Tage an einem Wochenende unter den gegebenen Hygienebedingungen im Haus des Gastes in Hilpoltstein verkürzt. Der erste Präsenztag hat mit einer kurzen Programmbesprechung begonnen. Der Fokus lag sehr stark auf praktischen Übungen zu Themen wie „die Rolle in der Gruppe“, „Vermittlung von Gruppenpädagogik“ und das „Anleiten von Spielen“.

Hautnah erlebten die angehenden Jugendleiter*innen, dass manches, das so einfach wirkt, gar nicht so leicht umzusetzen ist, z.B. ein Spiel so anzuleiten, dass alle Anwesenden die Regeln auch sofort verstehen.

Der Sonntag hat mit einem sehr wichtigen, aber auch schwerem Thema begonnen. Es ging um „Prävention sexualisierter Gewalt“ in der Jugendarbeit. Durch verschiedenste Übungen stand die Selbstreflexion und Einschätzung des Themas im Mittelpunkt, abgerundet von konkreten Empfehlungen, was zu tun ist, wenn sich ein Mädchen oder ein Junge dem Betreuerteam anvertraut. Zum Abschluss haben sie jede Menge über Konflikte und Feedbackmöglichkeiten gelernt und ein Konfliktgespräch geführt. Das Seminar war sehr lehrreich und kurzweilig, aber einer der wichtigsten Sätze der Jugendarbeit ist wohl: „Man kann zwar im vornherein alles planen (und sollte das auch tun!), aber am Ende kommt immer die Realität dazwischen!“ Und darauf muss möglichst spontan und adäquat reagiert werden.

 

Bild: Mit Abstand und Maske: ein Spiel zum Thema „Kommunikation“



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