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FREIZEITEN IN DER NÄHE

Bericht zum Jungscamp Hüttenhausen


Hüttenhausen 3.0

Zwölf 10-12 jährige Jungs konnten sich bei der Neuauflage der KJR-Aktion Hüttenhausen in den Pfingstferien so richtig austoben. Im Camp auf dem Jugendzeltlagerplatz Stockheim wurde so richtig der Hammer geschwungen, um den angestauten „Lockdown-Frust“ zu vertreiben.

Unter der Leitung von Rainer Geier mit Nikos Kiralis und Tobias Kramer entstand ein kleines Hüttendorf, das aus einem Riesenberg Einwegpaletten gezimmert wurde. Bei strahlendem Sonnenschein ging es sofort nach der Ankunft los. Der KJR bot einen Bus-Shuttleservice von Roth nach Stockheim an, da die Veranstaltung Corona-bedingt als Tagesaktion stattfinden musste. Die Jungs waren kaum zu bremsen und schon nach kurzer Zeit standen die ersten Wände, der Verbrauch an Nägeln stieg kontinuierlich an.

Zum „Hüttenhausenkonzept“ gehört, dass die Betreuer nur eingreifen, wenn es gewünscht wird oder die Bauten zu halsbrecherische Formen annehmen. Ansonsten gilt das Motto: „Macht ihr mal, wie ihr denkt“ Die entstandenen Bauten bleiben nun zunächst mal stehen und werden ihrem Schicksal überlassen, was meist ein Ende in der Feuerstelle einer Zeltgruppe bedeutet.

Hüttenh.2021-PaletteHüttenh.2021-Metall

Parallel zum Paletten bauen gab es eine Schweißaktion mit dem Metallkünstler Herrmann Drescher. Er machte sich Gedanken zum Jahresthema des KJR „Deine Wahl Macht Demokratie“. Seine Interpretation ergab ein überdimensionales Fragezeichen, das als Sitzbank verwendet werden kann. Herrmann Drescher sagt, ein Fragezeichen erlaubt viel Freiraum, viele Fragen, wie es auch in einer Demokratie möglich ist. Der Gegenentwurf wäre ein Ausrufezeichen, das keinerlei Spielraum erlaubt und somit eher eine Diktatur verkörpern würde. Einige Teilnehmer entpuppten sich als wahre Schweißcracks und als eine echte Hilfe für den lokalen Künstler. Die Funken flogen, die Flex kreischte und das Schweißgerät brutzelte, was das Zeug hielt.

Die Nachwuchshandwerker hatten die Möglichkeit zwischen Hüttenbau und Metallwerkstatt zu wechseln und so ein abwechslungsreiches Programm zu erleben. In den Pausen tobten sie ausgiebig über das Gelände und powerten sich noch auf dem Spielplatz aus. Täglich um 17:00 Uhr war Feierabend und die quirlige Truppe wurde wieder nach Roth kutschiert. Wo das „Demokratiefragezeichen“ nun seinen festen Standort findet ist noch nicht ganz raus. Es könnte eine Sitzgelegenheit für die Feuerstelle in Stockheim werden oder eine coole Ruhebank vor dem Landratsamt Roth.

 



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